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Jeder Frühling ist ein neuer Anfang

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21. März. Trotz Heizung klimpern meine kalten Finger über die Tastatur. Montag in der Karwoche. Grauer Himmel. Noch nicht mal die Forsythien blühen, wenn auch schon vieles im Garten austreibt, wie die Rosen oder die Clematis am Rosenbogen.

Ich freue mich auf den Besuch, den wir für das Osterwochenende erwarten, auf meinen 46. Geburtstag und habe vom Wetterfrosch gehört, dass es am Wochenende etwas wärmer werden soll. Klingt nach einem herrlichen Osterwochenende. Endlich die Sonne genießen.

Zwar habe ich mich die letzten Wochen immer wieder mal kurz in die Sonne gesetzt, wenn sie hervorlukte, aber für mehr als eine kurze Zeit reichte es - außer vorletzten Sonntag - meist nicht. Brrrr, zu kalt. Ich sehne mich soooo sehr nach dem Frühling.

Mein Körper zeigt mir seit Anfang Februar zunehmend wieder seine müde Seite mit "Watte im Kopf"-Gefühl wie im letzten Jahr, wenn auch schwächer. Ich dachte, die Konzentrationsschwierigkeiten wären weg. Ist aber leider nicht so. Ich hoffe, es wird bald eine Ursache gefunden, damit ich etwas tun kann und besser weiß, damit umzugehen.

Bis dahin helfe ich mir wieder einigermaßen mit den homöopatischen Tropfen. Von November bis Januar brauchte ich sie gar nicht. Ich war einfach nur fit. Symptomfrei. Hm. Dieses sprunghafte Auftreten und Abhauen der Symptome ist schwer für mich. Bin schon ein bisschen traurig deswegen. Nun ja, Kopf hoch.

Ich wünsche mir von ganzem Herzen, mich wieder auf die Leistungsfähigkeit meines Körpers verlassen zu können. Das zu schätzen weiß ich erst, seit dem ich es anders kennen gelernt habe. Mit wie vielen Dingen ist es im Leben so...

Vor einigen Tagen sagte ich meinem Mann: "Oder ich muss lernen, damit zu leben." Aber ist das eine Option? Ich bin 45 Jahre. Nein, es ist keine Option. Ich will dauerhaft leistungsfähig sein. Klar, es gibt Menschen in meinem Alter, denen geht es viel schlechter - wie immer im Leben und ich bin dankbar, dass es mir so gut geht wie es mir geht.

Akzeptieren ist gut, um das Beste draus zu machen. Das tue ich auch. Wenn ich im Kopf fit bin und mich gut konzentrieren kann, arbeite ich am Schreibtisch - und mache weniger anspruchsvolle Aufgaben (Hausarbeit), wenn ich gerade einen Durchhänger habe oder ich ruhe mich aus. Letzteres ist natürlich eine sehr gute Nebenwirkung meines Durchhängers. Wenn ich den nicht hätte, würde ich sehr intensiv arbeiten, mich nicht so viel ausruhen.

Alles hat immer einen guten Grund. Wäre der nur schon zu Beginn klar... Er zeigt sich erfahrungsgemäß erst bei rückblickender Betrachtung solcher Downs... Wie oft habe ich im nachhinein gedacht: "Deswegen ist das in mein Leben getreten..."

 

Ansonsten beschäfigte ich mich wieder intensiv mit meiner Heimat- und Familiengeschichte. Führe Interviews, tippe sie ab. Sichte Fotos, beschrifte und archiviere. Eine sehr intensive Arbeit, denn all die Informationen wollen verarbeitet werden. (Also mein Kopf leistet trotz des Downs schon ganz schön viel. Ich muss ihn auch mal loben!!!)

Das macht mir Freude und ist spannend, weil immer mal wieder Rätsel gelöst werden, nach deren Lösung ich oft Monate suchte. Wie vor drei Wochen, als ich nach über einem Jahr durch Zufall Familiendaten meiner Ururgroßeltern und deren Kindern fand, die in Vaals an der holländischen Grenze aufwuchsen.

Und einen Tag später erhielt ich den Kontakt zu einem Urenkel der Schwester meines Urgroßvaters. Ich hatte eine gefühlte Ewigkeit nach einem Kontakt gesucht und weiß jetzt endlich wo das Wohnhaus der Schwester meines Urgroßvaters stand - wo er auch einige Jahre lebte und in der Nähe meine Urgroßmutter kennen lernte. Dieser Hof steht sogar heute noch und wird von den Nachfahren der Tante meiner Oma bewohnt. Diesen wiedergefundenen Familienzweig durfte ich jetzt besuchen und kennen lernen. Ich sah das erste Mal ein Bild von der Schwester meines Urgroßvaters und erfuhr Spannendes aus der damligen Zeit. Wie viele Geschenke! Ich habe so viele spannende Geschichten gehört. Manchmal glaube ich wirklich, der Himmel hilft mit, damit sich Menschen finden und meine Geschichte immer kompletter wird. Ich liiiiiiebe diese Detektivarbeit. Denn jedes gelöste Rätsel legt neue offen...

Soweit für heute. In diesem Beitrag sehen Sie einige Oster- und Frühlingsecards. Viel Freude beim Verschicken!

Schöne Ostertage mit allem, was Ihnen gut tut - und Gesundheit und Lebensfreude, das wünsche ich Ihnen von Herzen

Anja Kolberg

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