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Donnerstag, 31 Dezember, 2015

2015 - ein Rückblick

Schwups, in zehn Stunden - während ich beginne zu schreiben ist es 14 Uhr - ist 2015 vorbei. Ich glaube, ich gebe auf, mir zu wünschen, das neue Jahr möge besser werden als das alte. Es scheint keine Auswirkung zu haben. Besser wird wohl sein, mich darin zu üben, was auch immer kommen mag, mit Gelassenheit anzunehmen und das beste draus zu machen.

Was waren bewegende Momente in meinem Jahr? Was nehme ich daraus für mich mit?

Körperlich gesehen wohl die Phase von Mai bis Oktober, wo es mir gesundheitlich mies ging, immer wieder schon morgens müde, unkonzentriert, Watte im Kopf. Was ich daraus mitgenommen habe?

  • Es ist wichtig, nicht aufzugeben, nach einer Lösung zu suchen.
  • Manchmal geht es wirklich nicht anders, als annehmen was ist. Da kann mein Verstand noch so viel rebellieren. Es ist wie es ist und das hinnehmen - wie z.B. mich morgens schon wieder hinzulegen, nicht viel leisten zu können.
  • Die Hoffnung trotz allem im Auge behalten, dass es auch wieder anders werden wird.
  • Ich habe es dennoch geschafft, in dieser Zeit meine beiden Kalender für 2016 zu entwerfen. Diese können Sie hier anschauen und kaufen.

Ein Glückserlebnis innerer Führung oder innerem Vertrauen durfte ich im Dezember erleben. Meine geliebte Großmutter (sie ist 91) kam an einem Mittwoch Abend mit Rettungswagen ins Krankenhaus. Es sah in der Nacht alles andere als gut aus, mein Cousin hielt mich via Whatsapp zum Glück auf dem Laufenden. Ich war hier hin Köln, sie im Bergischen auf der Intensivstation. Verschiedenste Hindernisse hielten mich hier. Meine Familie hatte im Krankenhaus ein seelisches auf und ab mitgemacht, davon blieb ich verschont, wenn auch die Entfernung vom Geschehen nicht ohne war. Immer wenn mich meine Gefühle zu übermannen drohten, sagte ich halt und atmete durch. Irgendwie hatte ich die innere Gewissheit, ich werde sie noch sehen. Dieser Stimme zu vertrauen, war schwer.

Doch meine Großmutter erholte sich zum Wunder aller (auch der Ärzte). Ein Grund war, dass sie zu wenig getrunken hatte und eine Infusion half, so dass sich ihr Zustand stetig besserte. So konnte sie sogar am Donnerstag Nachmittag entlassen werden, wenn sie auch noch sehr schwach war.

Am Donnerstag Abend konnte ich dann ins Bergische fahren, da war sie schon wieder zu Hause in der Lieblingsumgebung und nicht mehr im Krankenhaus. Meine Dankbarkeit für diese Fügung, sie am Donnerstag abend zu Hause sehen zu können, friedlich in ihrem Bett liegend in schöner Atmosphäre, kann ich kaum in Worte fassen. "Danke, Oma, das du auf mich gewartet hast." war das erste, das ich ihr sagte. Mir laufen jetzt schon wieder die Tränen übers Gesicht. 'Ich tu was ich kann.' sagt sie immer wieder. Und sie hält sich wacker. Ich verbrachte eine schöne Zeit mit ihr.

Ich bin so dankbar! Auch, dass ich noch so manches fragen konnte, diese gemeinsame Stille genießen. Die Nacht schlief ich auch bei ihr im Raum, war froh auch einen Beitrag mit einer "Nachtschicht" leisten zu können, wenn ich auch auf meinem mitgebrachten Feldbett mehr als gut geschlafen hatte. Als ich mich Freitag nachmittag verabschiedete, war das mit der für mich so kostbaren inneren Gewissheit, es könnte das letzte Mal sein, wenn da auch sehr viel Hoffnung ist, dass wir uns noch öfter in die Augen sehen werden. Mögen ihr und unserer Familie noch viele schöne Stunden bei guter Gesundheit miteinander beschehrt werden und aller Schmerz und alles Leid einfach davon fliegen.

Was habe ich daraus mitgenommen?

  • Dinge passieren nicht ohne Grund. Was alles passierte, dass ich nicht gleich an dem Mittwoch Abend ins Bergische fahren konnte ... Seit einem Jahr geplant hatte ich endlich das Rosenkohlgericht mit der sehr alkoholhaltigen Rotwein-Sherry-Jus gemacht, so dass ich kein Auto mehr fahren konnte, auch mein Mann nicht. Ein Coachingtermin war zuvor auf den Donnerstag verlegt worden und ich wollte ihn nicht absagen, schwankte aber noch, weil ich nicht wusste, wie ernst es mit Oma ist. Als ich nachts erfuhr, dass meine Oma stabil war, entschloss ich mich, den Coachingtermin zu halten. Morgens konnte ich so noch mit Ruhe die Bestellungen verschicken, was mir Ruhe verschaffte, dann wirklich am Donnerstag ins Bergische zu fahren und dort über Nacht zu bleiben. Ich wollte in der Woche eigentlich einen Newsletter schreiben und ich hatte mich geärgert, warum er einfach nicht gelingen wollte. Mittwoch Abend wusste ich, warum, denn ich hätte nicht mit Ruhe ins Bergische fahren können, wenn ich wüsste, mein Büro wäre länger unbesetzt, während Bestellungen herein kommen. So schrieb ich den Newsletter am Samstag als ich zurück war. Das ging erstaunlich flott und auch der Erfolg zeigte, warum er nicht schon früher erscheinen konnte, ich hatte danach sehr viel zu tun.
    Ich möchte mir merken, solche Begebenheiten, Blockaden - die erst mal einem dringenden Wunsch (nämlich sofort zu meiner Oma ins Bergische zu fahren) im Wege stehen oder auch zunächst noch scheinbar grundlos geschehen - mit mehr Gelassenheit hinzunehmen oder sie anzunehmen, auch wenn ich zu dem jeweiligen Zeitpunkt nicht verstehe, warum. Rückblickend ist es mir klar: Nur durch diese Blockaden hatte ich eine wirklich ruhige und schöne Zeit mit meiner Großmutter, als sie schon wieder zu Hause war. Das hat mir sehr gut getan. Ich fühlte mich so geführt, geliebt, beschützt, dass ich so nicht dem Stress ausgesetzt war, sondern die Ruhe genießen konnte, dort zu sein. Danke, Himmel!
  • Wenn ich meiner inneren Stimme vertraue, bin ich gut beschützt
  • Das Leben meint es gut mit mir.
  • Es war ein Warnschuss, dass jetzt Zeit ist, Abschied zu nehmen, noch wichtige Gespräche zu führen, für mich, noch Fragen zu ihrer Geschichte zu stellen, die ich seit Jahren festhalte. Es war ein Weckruf für das Leben, dafür den Moment, den wir miteinander haben, zu genießen und dass wir nie wissen können, es ist das letzte Mal, dass wir uns sehen, hören, fühlen.

Eine große Belastung waren die Bauarbeiten im Nachbarhaus, weil sie mein Leben und mein Wohlbefinden sehr eingeschränkt haben. Ich brauche gute Bedingungen, um arbeiten zu können. Die waren einfach nicht gegeben, auch nicht, um mich zu erholen. Ich arbeite nunmal von zu Hause aus und bekam daher die ganze Palette an Auswirkungen der Bauarbeiten mit. Die Verschlechterung meines Befindens im Sommer führe ich auch auf den zusätzlichen Stress durch die Bauarbeiten zurück, denn zeitgleich wurde auch die Straße und die Bürgersteige vor dem Haus bis auf das Fundament generalsaniert. Insgesamt war seit Oktober 2014 Lärm von morgens bis abends von montags bis samstags, dazu sehr viel Schmutz, die Sorge vor Beschädigungen, Auseinandersetzungen mit nicht besonders rücksichtsvollen Bauarbeitern... Eine Rettung war der Urlaub in Dänemark im September/Oktober, der mich aus diesem Stressloch geholt hat. Was nehme ich daraus für mich mit?

  • Stress (Lärm, Dreck, Unfrieden, drohende Auseinandersetzungen, Streit) haben starke Auswirkungen auf mein Wohlbefinden. Deswegen ist es wichtig, dass ich gut für mich selbst sorge. Es ist sehr wichtig, meine Bedürfnisse ernst zu nehmen und dafür einzustehen. In Auszeiten und damit in unsere Gesundheit Geld zu investieren wie in den Urlaub.
  • Bauarbeiter wollen mir persönlich nix böses, wenn sie unachtsam arbeiten (z.B. nicht die Nachbarn vor Dreck schützen), die sind so. Es hat also nicht mit mir persönlich zu tun. Zuerst dachte ich das nämlich.
  • Auf Missstände hinweisen kann etwas bewirken. Es lohnt sich, vor allen Dingen für den eigenen inneren Frieden, den Mund aufzumachen.
  • Irgendwann geht auch das vorbei.

Ich habe sehr sehr viele schöne Momente erlebt:

  • Der Sturm am Strand in Dänemark.
  • Liebevolle Rückmeldungen meiner Kalenderkäuferinnen, Leserinnen, Coachingklientinnen.
  • Ein Eichhörnchen auf dem Terrassendach. Badende Singvögel im Bachlauf. Eine die Holzwand hoch kriechende Schnecke in Dänemark.
  • Trauzeugin zu sein!
  • Schlummermomente in der Hängematte, wo ich bei all dem Lärm am Sonntag endlich meine Ruhe fand.
  • Menschen lieb halten, die ich lieb habe und mich mit ihnen treffen. Meine Familie. Meine Freundinnen.
  • Meine Hündin auf die Stirn küssen und mich über sie freuen.
  • Die Interviews mit meiner Oma, mit ihrer Cousine und mit ihrem Bruder über die Zeit vor dem Krieg, während des Krieges und was danach geschah.
  • Ganz tolle Zufälle - wie den lange gesuchten Hof meiner Ururgroßeltern bei einem zufällig gemachten Foto entdecken. Nette Menschen im Netz treffen, die bei der Ahnenforschung helfen.
  • Das Erinnern besser verstehen, zum Beispiel dass wir dabei springen und nicht chronologisch vorgehen. So wie ich hier in diesem Beitrag auch springe und auch nicht nach Wichtigkeit vorgehe, sondern nach dem, was mir zuerst einfällt.
  • Die Karte an meiner bunten Bürowand hinter meinem Bildschirm: Ein kleines Mädchen in einem Kleidchen mit Flügeln von hinten. Darauf der Spruch: "What if I fall? Oh, but my darling, what if you fly?" (Was, wenn ich falle? Oh, mein Schatz, aber was falls du fliegst?) Die Möglichkeit zu fallen, zu scheitern, bannt mich mehr als die wunderbare Möglichkeit, dass ich wirklich fliegen (meine Träume verwirklichen) könnte.
  • Viele schöne und sehr bewegende Filme: Zum Beispiel 'Sarahs Schlüssel" oder 'Die Frau in Gold'.
  • Der Glücksmoment, wieder klar im Kopf zu sein und das Gefühl zurück zu erlangen, mich auf meinen Körper (und sein Funktionieren) verlassen zu können.

Unvollendet bleibt diese Liste zurück. Ein Ausschnitt aus meinem Leben in 2015. Nie wird ein Rückblick vollständig sein. Nie wird er alles erfassen, was wichtig war und kostbar. Was nehme ich daraus für mich mit? Das Leben ist schön!

Dankbar

  • Ich bin dankbar für alle Erfahrungen, Erlebnisse und Begegnungen. Auch für alle Prüfungen und die Erkenntnisse, die ich daraus gewann. So ist auch Schmerz und Leid der Boden für weiteres Wachsen.
  • Ich bin dankbar, dass es mir wieder gut geht, den Wert von Gesundheit weiß ich so zu schätzen!
  • Ich bin dankbar für meine Familie, dass es ihnen gut geht, so gut es eben geht. Wir leben. Wir lieben.
  • Ich bin dankbar, dass Sie da sind, jetzt in diesem Moment und mich lesen. Danke für jede Rückmeldung. Auch wenn ich jede persönlich beantworte, so ist es mir doch ein Bedürfnis auf diesem Wege nochmal danke zu sagen. Bei Feedback zu meiner Arbeit, sei es meinen Kalendern, meinen Impulsen oder meinem Schreiben wird mir das Wirken meiner Arbeit von der anderen Seite her deutlich. Das ist sehr kostbar für mich und erfüllt mein Tun mit Sinn und gibt mir Kraft für nächste Schritte.

Morgen ist Neujahr. Ich werde die Impulse 2016 beginnen. Ich freue mich, das neue Jahr zu spüren. Einen Eindruck zu den Impulsen 2015 schrieb mir auf meinen Wunsch hin Sabrina Bowitz. Daran möchte ich Sie hier teilhaben lassen. Und vielleicht entspringt so auch in Ihnen der Wunsch, an den Impulsen - zwölf Mails, die ich im Laufe des Jahres zum Monatsbeginn verschicke - teilzunehmen. Sie können sie für einen Euro pro Monat im Shop buchen.

Übrigens war ich am Dienstag im Kölner Dom und habe Kerzen angezündet. Für meine Familie. Für mich. Für jeden, der ein Licht brauchen könnte. Hier ein Bild davon:

Ich wünsche Ihnen von ganzem Herzen ein gutes und glückliches und gesundes Jahr 2016! Mögen Sie die Kraft haben und die Gelegenheit, Ihre Träume zu erfüllen!

Ihre Anja Kolberg

PS: Die Neujahrs-E-Cards sind online.

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Saisonschluss. Pause bis zum Verkauf der Tischkalender 2017.
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